11. Wittener Kolloquium

Medizin und Pädagogik

Diese Veranstaltung ist in Planung – 2022

Bisherige Wittener Kolloquien und Publikationen im Verlag Königshausen & Neumann:

  • 2021: Evolution und Nachhaltigkeit – Das Denken von Heute bestimmt das Leben von morgen
  • 2020: Für eine humanistische Digitalisierung – Welche Menschen- und Weltbilder braucht die Zukunft?
  • 2019: »Intuition« Ihr Wesen, ihre Formen, ihre Ausbildung als Fähigkeit für Wissenschaft und Praxis
  • 2018: Freiheit?! Freiheitsbewusstsein – Neurowissenschaftliche Tatsachen – Gesellschaftliche Bedeutung
  • 2017: Was ist Leben? Aktuelles zu Wirkursache und Erkenntnis des Lebendigen
  • 2016: Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter
  • 2015: Der Mensch, ein Tier? Das Tier, ein Mensch?
  • 2014: Die menschliche Individualität – verloren und neu gesucht​
  • 2013: Was ist Geist?
  • 2012: Medizin und die Frage nach dem Menschen

Wissenschaftliche Leitung der Kolloquien: David Martin und Silke Schwarz – Für das 10. Kolloquium in Zusammenarbeit mit Bernd Rosslenbroich, Wolfgang Schad u.a.

Hintergrund zu den Kolloquien:

Die Wittener Kolloquien für Humanismus, Medizin und Philosophie sind im Jahr 2012 von Prof. Dr. Peter Heusser initiiert worden, um gesellschaftlich relevante Grundfragen und aktuelle Themen des „Humanen“ in einem interdisziplinären Kontext wissenschaftlich sowie öffentlich vermehrt ins Bewusstsein zu bringen. Der Grund dafür besteht darin, dass das spezifisch Menschliche am Menschen nicht zuletzt durch die Wissenschaft selbst erheblich gefährdet wird. Zwar ist der Naturwissenschaft der enorme materielle und technische Fortschritt der modernen Medizin und Zivilisation zu verdanken, aber gleichzeitig hat sie auch die reduktionistische Weltanschauung etabliert, die alle Prozesse im Menschen und in der Natur auf physikalische und chemische Ursachen zurückführen („reduzieren“) will.  So wird das Leben des Organismus als bloße Folge einer genetisch bedingten molekularbiologischen Maschinerie interpretiert, das Seelisch-Geistige des Menschen als reines Produkt neurophysiologischer Prozesse, und die menschliche Freiheit als eine Illusion. Die Folge davon ist eine zunehmende „Dehumanisierung“ des wissenschaftlichen Menschenbildes. Da dieses jedoch der Universitätsausbildung von ganzen Generationen von Ärzten, Biologen, Psychologen usw. zugrunde gelegt wird, wird auch die Berufspraxis von ihm geprägt, mit nachweislichen negativen Folgen für Ethik und Gesellschaft. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, das spezifische Humane in Wissenschaft und Praxis einer vertieften gesellschaftlichen Diskussion zuzuführen. Zu dieser möchte das Wittener Kolloquium einen Beitrag leisten.

Die Arbeitsweise des jährlich stattfindenden zweitägigen Kolloquiums besteht in einem öffentlichen akademischen, fachübergreifenden Diskurs. Dies wird zunächst in Einzelvorträgen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet und anschließend in einem ausführlichen Gespräch der Fachvertreter unter sich sowie mit dem anwesenden Publikum vertieft. Bisher haben sich akademische Repräsentanten der Mathematik, Physik, Molekularbiologie, Morphologie und Evolutionsbiologie, Embryologie, Neurobiologie, Primatologie, Medizin, Kunsttherapie, Medizintheorie und Medizinische Anthropologie, Kognitionswissenschaft, Psychologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Erziehungswissenschaft und Pädagogik, Philosophie, Anthroposophie, Ethik und Theologie im Wittener Kolloquium zusammengefunden. Die Fachbeiträge werden anschließend publiziert, um sie für die weitere Öffentlichkeit verfügbar zu machen.

Ab 2019 haben Dr. med. Silke Schwarz und Prof. Dr. med. David Martin die Organisation und Leitung der Wittener Kolloquien übernommen, und eine Online-Plattform dafür eingerichtet.

Nachhaltigkeit

Diese Veranstaltung wird klimaneutral geplant,
dazu gehören vegetarische Bio-Kost aus der Region und ein CO2-Ausgleich der Reisekosten der Referenten.